Dieser Hund wurde vermittelt von www.pro-canalba.eu

Mein Name
Raffael

Rasse
Collie-Mix

Das ist mein Hund und ich möchte gerne einen neuen Happy End Beitrag hinzufügen

Eintrag vom 21.04.2021
Schon 4 Monate in der Schweiz!

Ich kann's kaum glauben - ich bin schon über 4 Monate in der Schweiz! Ich habe mich so richtig gut eingelebt bei meinen neuen Eltern Marlene und Peter.

Sie hatten in den letzten Wochen ihre liebe Mühe mit meiner dichten Unterwolle, die ich in riesigen Mengen in der Wohnung verteilt habe - der Staubsauger war im Dauereinsatz. Zum Glück tat das ihrer Liebe zu mir keinen Abbruch.

Das gute Futter und die warme Wohnung haben aus mir einen richtig hübschen Kerl gemacht. Ich kriege immer wieder Komplimente wie hübsch ich doch aussehe. Die meisten können gar nicht glauben, dass ich schon 10 Jahre alt bin! Wäre es mir möglich, würde ich davon rot werden! Nach wie vor tue ich mich etwas schwer mit Kommandos wie "Sitz", "Platz" und so - ich kenne das einfach nicht. Herrchen hat aber Verständnis und lässt mir die Zeit, die ich brauche. Schliesslich ist auch er nicht mehr der Jüngste und weiss, dass es manchmal schwer fällt, Neues zu lernen.

Mittlerweile liebe ich das Autofahren sehr und freue mich immer, wenn wir einen Ausflug machen. In ein paar Tagen fahren wir zu dritt in's schöne Tessin. Bin gespannt, ob ich den einen oder anderen italienischen Brocken aufschnappen kann!

Ich freue mich auf den Frühling und hoffe, dass ich meine Wasserscheu etwas ablegen kann und mal in den Thunersee reinspringen darf!

 

Eintrag vom 29.12.2020
Nach zwei Wochen fühle ich mich so richtig zuhause!

Nach gut zwei Wochen in der Schweiz geht's mir immer besser! Klar, der Besuch beim Tierarzt zur Kontrolle war nicht toll - ich habe mich mit Kräften gewehrt, aber der kleine Piekser für eine Blutentnahme war dann doch nicht so schlimm. Es sieht auch alles gut aus. An die Nachimpfung in einem Monat denke ich einfach gar nicht...

Ich habe auch meinem Hundetrainer Eindruck gemacht. Er war erst etwas skeptisch. Mit Tierheimhunden aus Italien hat er wohl schon schlechte Erfahrungen gemacht. Mit meinem sanften Wesen und meiner ruhigen Art habe ich ihn aber schnell um den Finger gewickelt. Nun ist er sicher, dass mir Peter das eine oder andere noch beibringen kann. Zum Glück wissen die beiden aber auch, dass ich ein Senior bin und nicht mehr alles perfekt hinkriegen muss!

Die Spaziergänge mit Peter werden langsam immer länger und ich bin voller Eifer dabei, mir eine Geruchs-Landkarte der Umgebung zu erstellen. Die Bauernhöfe mit ihren Pferden, Hühnern und Schafen machen mir keine Angst, ebensowenig die Jogger und Velofahrer, die uns auf den Waldwegen oft entgegenkommen - erwähnte ich schon, dass ich sanft und ruhig bin? ;-)

Ich kann inzwischen auch schon gut und ohne Angst in's Auto einsteigen und geniesse sogar die Fahrten mit meinen neuen Eltern. An Weihnachten habe ich auch die anderen Familienmitglieder kennenlernen dürfen, was mich etwas gestresst hat, aber neue Freunde zu gewinnen ist die Anstrengung wert!

Bis später im neuen Jahr!

Raffael

 

Eintrag vom 14.12.2020
Meine Ankunft in der Schweiz

Von der langen und recht stressigen Fahrt aus Italien bis ins Auto meiner neuen Eltern habt ihr ja sicher schon oft gehört – das will ich auch so schnell wie möglich hinter mir lassen!

Meine neuen Eltern – Marlene und Peter – haben mich gestern am frühen Morgen auf einer Raststätte irgendwo im Nirgendwo ins Auto gelegt bekommen. Bestimmt hat sie als erstes mein starker „Körpergeruch“ beeindruckt. Sie waren aber so taktvoll, und haben es mich nicht spüren lassen. Ich war auch froh, dass sie mich auf der Fahrt in die Schweiz ein wenig zur Ruhe kommen liessen. Ich habe einen Grossteil der 4-stündigen Fahrt auf jeden Fall verschlafen. Dass sie am Zoll in Basel sogar noch Mehrwertsteuer für mich bezahlen mussten, habe ich erst hinterher erfahren! Es war auf jeden Fall schon Tag, als wir im Berner Oberland ankamen. Von den wunderschönen Bergen habe ich allerdings nichts mitbekommen – ich war viel zu aufgeregt und habe mich vor lauter Aufregung direkt aus meinem Sicherheitsgeschirr befreit. Zum Glück waren alle Türen des Autos noch zu! Damit habe ich meinen Eltern schon mal den ersten richtigen Schrecken eingejagt. Statt des eigentlich geplanten ersten Spaziergangs im Freien musste ich nun irgendwie aus dem Auto in die Wohnung gelangen. Mir war das eigentlich egal – ich fand es irgendwie noch ganz lustig… Marlene und Peter sahen das wohl ein bisschen anders… Sorry!!

Allzu schwer wollte ich es ihnen aber auch nicht machen. Ich liess mir das glücklicherweise mitgenommene Halsband ohne grossen Widerstand anlegen. Dass das Halsband zu lang war, war ja auch nicht meine Schuld… Dank einer hilfsbereiten Nachbarin waren schnell mit einer Lochzange ein paar zusätzliche Löcher ins Leder gemacht, die Leine eingehängt und ich aus dem Auto verfrachtet.

Ein paar Meter weiter dann die nächste Herausforderung – zwei Treppen! Erst wollte ich nicht da hoch, konnte dann aber den lecker riechenden Leckerli nicht widerstehen, die immer ein paar Stufen vor meiner Nase auf die Treppenstufen gelegt wurden. So war ich oben, ehe ich einmal „Wau“ sagen konnte!

Eine Decke für meinen Schlafplatz lag schon bereit, erst erschnupperte ich mir das Wohnzimmer und die Küche und liess dabei auch gleich was Feuchtes liegen. Das war aber gar nicht meine Absicht – ich war einfach so aufgeregt. Alles war neu, alles so schön warm und es waren auch keine anderen Hunde da! Nach einer Weile habe ich mich dann etwas beruhigt und ein wenig geschlafen. Jedes noch so kleine Geräusch und jede Bewegung liessen mich immer wieder aufschrecken. Meine Eltern beruhigten mich aber und gaben mir zu verstehen, dass so in einem Mietshaus immer was zu hören ist, man es aber nicht beachten muss. Ich bin zum Glück ein helles Kerlchen und lerne schnell. Das hat mir dann auch durch die erste Nacht geholfen, die ich zum Glück nicht alleine verbringen musste. Marlene hat ganz in meiner Nähe eine Luftmatratze hingelegt. Das hat mich sehr beruhigt und ich habe mich endlich so richtig ausruhen können.

Heute war ich auch schon zweimal draussen. Es gibt hier wahnsinnig viel zu erschnuppern, was mich jedesmal richtig müde macht. Es gelingt mir jetzt schon viel besser, mich zu entspannen. Ich weiss, dass ich hier sicher bin und auf mich aufgepasst wird. Ich wusste ja gar nicht, wie toll es ist, ausgiebig gestreichelt und beachtet zu werden. Jetzt muss ich den beiden nur noch beibringen, mir das richtig Futter zu geben. Dieses Trockenfutter ist so gar nicht mein Ding – aber ich befürchte, sie sind nicht bestechlich… Vielleicht war es auch ein Fehler meinerseits, schon ein paar dieser trockenen Brocken zu fressen? Wir werden sehen und ich werde wieder berichten!